Skulpturprojekte Muenster 2017

frisbeemuenster10.6. – 1.10.2017

Es gab die Überlegung bei den Initiatoren Prof. Kasper König und Klaus Bußmann 1977, sie alle 5 Jahre parallel zur documenta stattfinden zu lassen – die Skulpturprojekte Münster.
Die beiden entschieden sich für „Verlangsamung als Qualität“. Seitdem untersuchen im regelmäßigen Abstand von zehn Jahren internationale Künstlerinnen und Künstler in Münster die Beziehung von Kunst, öffentlichem Raum und urbanem Umfeld und entwickeln ortsspezifische neue Arbeiten.

Künstlerischer Leiter der Skulptur Projekte Münster 2017 ist Prof. Kasper König, geboren in Mettingen, Kurator, u.a. bis 2012 Direktor des Museums Ludwig in Köln, die Kuratorinnen sind Britta Peters, freie Kuratorin aus Hamburg, und Dr. Marianne Wagner, Kuratorin für Gegenwartskunst am LWL-Museum für Kunst und Kultur. „Was kann die Kunst der Stadt bieten?“, fragt Prof. König und ergänzt: „Ein Lagerfeuer ist für uns wichtiger als ein Leuchtturm. Ich bin für die Ökonomie der Mittel, für Software statt Hardware.“ Es sollen Fragen an die Kunst gestellt werden: „Was ist Fiktion, Mythos, Realität, Geschichte? Kunst muss einschließen und ausschließen.“ „Das Museum ist der Ort, der die Kunst verteidigt. Es geht um künstlerische Freiheit.“ Dr. Wagner: „Wir diskutieren ständig die Orte. Es geht darum, Intention einzubringen und Verunsicherung.“ Das klingt nach spannender Kunst in Münster.

Erste Kontakte zu Künstlerinnen und Künstlern sind geknüpft, einige waren bereits zu Besuch in Münster. Im Gespräch sind zum Beispiel die rumänische Künstlerin Alexandra Pirici und der französische Tänzer und Choreograph Xavier Le Roy, deren Arbeiten sich dem Verhältnis von Körper, Skulptur und Stadt widmen. Mit dieser Setzung werden Eigenheiten der performativen Künste reflektiert, aber auch die veränderte Bedeutung, die dem Körper gegenwärtig beigemessen wird. Eingeladen sind aber auch Künstler, die stärker bildhauerischskulpturprojektemuenster2016a arbeiten, wie Santiago Sierra, in dessen politischer Auseinandersetzung mit Skulptur sich das Thema Globalisierung verankert findet, oder Ayse Erkmen, die bereits 1997 an den Skulptur Projekten teilgenommen hat. Explizite Fragen zu Digitalität und Kommunikation beschäftigen Aram Bartholl, der moderne Technik mit dem archaischen Bild des Lagerfeuers verknüpft, oder Andreas Bunte, der die mobilen Endgeräte als Projektionsmaschinerie auffasst. Insgesamt sollen 2017 rund dreißig neue künstlerische Produktionen vorgestellt werden. www.skulptur-projekte.de/

Kuratorenteam der Skulptur Projekte 2017 mit Dr. Marianne Wagner, Prof. Kasper König, Britta Peters

Fotos: Sonia Wohlfarth Steinert

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