Tangency – Stadtvermessungen 2015

tangency6Darf man im öffentlichen Raum auf die Straße malen?
Welche Prozesse lassen sich  durch künstlerische Interventionen im Außenbereich erwecken?

Tangency – Stadtvermessungen 2015 heißt es in Osnabrück vom 29.8. bis 5.9.2015 auf der dortigen Hasestraße.
Warum gerade die Hasestraße? Weil sich die Hasestraße gerade zu einem Kiez entwickelt mit Restaurants verschiedener Nationalitäten, Second Hand Schallplatten, Skateboard-Zubehör… Traditionelle Geschäfte schliessen, neue kommen. „Die Hasestraße steht dafür, dass gerade etwas wird“, so Dirk Manzke, Professor für Städtebau und Freiraumplanung.

Zusammen mit Elisabeth Lumme, freie Kuratorin und Kulturmanagerin, geht das Organisationsteam zusammen mit drei KünstlerInnen, gefördert von Herrenlaischaft, Stadt, Fachbereich Kultur, Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. und Freunden der Kunsthalle diesen Fragen nach, will anregen, Anstoß zu nehmen.

tangency1Gespräche zwischen Passanten und Künstlern sind erwünscht und gewollt. Das erfährt auch die Berliner Künstlerin Kati Gausmann.

Mit himmelblauer, kreidebasierter Farbe zeichnet sie entlang einer 400m langen, selbst erstellten Schablone den Verlauf der Hase im Maßstab 1:471 auf das Pflaster – nicht der Strasse aber des Fußgängerweges.
Mit der Hasemündung in die Ems beginnt sie ihre Linie an der Angersbrücke und arbeitet sich Richtung Dom vor. Fußgänger schauen ihr bei der Arbeit zu. Wer vom Hastorbahnhof in die Innenstadt geht, überquert mehrfach eine mäandernde Linie. „Es gibt viel mehr positive als negative Reaktionen“, so Gausmann.

tangency3Ist ihre Arbeit erdverbunden, holt Cheryl Pope aus Chicago das Universum in die Hasestadt.tangency2

Sie nutzt die App „Starmaps“ und kartografiert den aktuellen Sternenhimmel über Osnabrücks Hasestraße mit Blattgold spiegelbildlich auf dem Straßenpflaster an Seitenstrassetangency4n des Doms.

Cheryl Pope ist dem Osnabrücker Publikum durch ihre Performance „Balancing Stack“ im Rahmen der Ausstellung „Was für ein Fest!“ in der Kunsthalle Osnabrück, Leitung Julia Draganovic, bekannt.

Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereichs Kultur:„Wir wollen die Sinne der Bürger wecken.“ Reinhard Sliwka, Herrenlaischaft: „Das Konzept hat uns sofort überzeugt.“
„Tangere“ = „zart berühren“. Das Projekt berührt“, so Dr. Susanne Tauss, Geschäftsführerin des Landschaftsverbandes.
Manuela Marsetti vom Eiscafé Rialto: „Es ist spannend, was hier passiert.“

tangency5Materialiät und Spontaneität: Yukihiro Taguchi nutzt auf amüsante Weise gesponsorte Styropor-Reste eines stillgelegten Hasestraßen- Geschäftes, dreht damit einen Stop-Motion Film von etwa 8 Minuten Länge und plant den Bau eines Styroporschiffes, mit dem er Ende der Woche auf der Hase fahren will.

Tangency 2015 ist einen Besuch wert.

Öffentliche Rundgänge, Startpunkt Hasestraße 29/30: Mittwoch, 2.9. um 18 Uhr, Donnerstag, 3.9. um 18 Uhr,
Auch gerne nach Terminvereinbarung. E-Mail an: info@tangency.de
Abschlussausstellung: Samstag, 5. 9., 12 Uhr, Projektraum Hasesttangencyraße 29/30. www.tangency.de

Fotos und Text: (c) Sonia Wohlfarth Steinert

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  1. 1 Bootsfahrt auf der Hase | www.osnabrueck-kultur.de

    […] * https://osnabrueckkultur.wordpress.com/2015/08/31/tangency-stadtvermessungen-2015/#more-14013 […]




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