5. lichtsicht-Projektionsbiennale Bad Rothenfelde

18.9.2015-7.2.2016, täglich nachlichtsicht_20141012_FINAL.indd Einbruch der Dunkelheit, Gradierwerke Bad Rothenfelde

Am 18. September startet die lichtsicht-Projektionsbiennale in Bad Rothenfelde und zeigt mit Einbruch der Dunkelheit auf der Kulisse des historischen Gradierwerkes 10 unterschiedliche Projektionen auch internationaler und prominenter Künstler.
Über eine Höhe von 11 Metern und gut einen laufenden Kilometer mächtiger Gradierwälle bespielen 54 lichtstarke Beamer die künstlich aufgesteckten Schwarzdornzweige. Von deren Kalk- und Eisenverkrustungen rieselt Salzwasser in dünnen Schleiern. www.lichtsicht-biennale.de


Kurator Peter Weibel, auch Direktor des ZKM Karlsruhe: „Die lichtsicht zeigt aktuelle künstlerische und technische Entwicklungen der Projektionskunst als eigene Kunstform im Gegensatz zu Projektionen in den industriellen Kinos. Die Kunstform erweitert das Optische und hat intermediale Eigenschaften.“

curator's choice

„Vom Schattenbild zum Selfie“ heisst die thematische Klammer.
Die berühmten Video-Portraits von Robert Wilson, Texas, werden beim Betrachten zu lebendigen Bildern. William Kentridge überlagert in seiner Arbeit Zeichnungen, Film, Schattenbilder und zeigt eine vielschichtige Prozession, begleitet von einer Brass-Band aus seiner südafrikanischen Heimat. (Siehe auch den osnabrueck-kultur Beitrag zur Arbeit von William Kentridge 3.9. bis 11.10. Video „Second-hand Reading“, Studiengalerie der Kunsthalle Bielefeld  https://osnabrueckkultur.wordpress.com/2015/09/03/14085/)
Rosalie verbindet monumental Wissenschaft und Kunst mit einem ästhetischen Forschungsprojekt, das sich mit Geschwindigkeit und Schrittlauflänge von Tieren beschäftigt. Daniel Crooks poetische Arbeit „A garden of parallel paths“ zeigt parallele Zeit- und Raumwelten in den kleinen Gassen seiner Heimatstadt Melbourne, Australien.
Rieji Ikeda entführt in den entfernten Galaxiehorizont. Der israelische Künstler Eyal Gever lässt in einer 3D Simulation eine Wasserfontäne im wahrsten Sinne des Wortes tanzen.

curator's choice
Bei der partizipativen Arbeit von Random International aus London sind die Besucher ihrem Schatten auf der Spur.
Die Arbeit per Laser von LASACT aus Köln reagiert auf Bewegungen mittels des eigenen Handys. Die Projektion ändert sich dabei in Bild und Ton.
Bei Tim Otto Roth kommt eine 3D-Anaglyphenbrille zum Einsatz, die das Raumempfinden erweitert.
Holger Förterer aus Karlsruhe  lässt mit einer installierten App auf dem Smartphone gespeicherte Bilder im auf das Gradierwerk projizierte Feuer verbrennen, – die dann auf dem Handy gelöscht sind.
sws

Link: http://www.noz.de vom 17.9.2015

Foto1: c Ryoji Ikeda, „the radar (bad rothenfelde)“, 2015 Foto: Franz Wamhof

Foto2: c Random International, „Aspect (white)“, 2015, Foto: Franz Wamhof

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