Wenn ich mir was wünschen dürfte

– A journey through scenes and stories / Theaterprojekt 2015/2016, Gymnasium „In der Wüste“ Kromschröder Straße 33, 49080 Osnabrück



A journey through scenes and stories
Imagine that you‘re young and you‘ve got your whole life ahead of you, but then you need to leave your home country and move to a new one. You move to a land where you can‘t speak the native language, one whose culture you don‘t understand, where there are not even letters like in your own language, a land where the rules are unknown to you.
What would you wish for on this journey?

Project Management:
Liane Kirchhoff
Stage Directors:
Doerthe Blömer, Judith Röser, Michael Schroth
Musical Accompaniment: Michael Schroth
Film Editor:
Heidi Vollprecht
Assistance:
Melina Kazén, Paul Pellehn
Written, filmed and played by:
Abdiqani Ahmed Ibrahim, Abdul Kader Altahan, Antonia Caspari, Arif, Bille Ahmed Samatar, Céline Crombée,
Clara Piefke, Eva Osterheider, Frederik Walz, Helen Muthoni Irungu, Jana Schauland, Johanna Fischer, Julia Lücker,
Justus Gusinde, Kaisar Mahmoud, Katja Fricke, Leonie von Lengerich, Lisa Beckmann, Marius Hautev, Mengsteab Redae, Mieke Hoschek, Nele Nierychlo, Ricardo Dück, Rieke Ahaus, Robeal Shisha, Sanctus Edwin, Sarina Klamm, Valentin Seyfert
Photographer: Jörg Wahlbrink Layout: Eva Uthmann

Kultur, und hier besonders das Theater, bietet ein wichtiges Instrument zur Integration und zur Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen. Vor diesem Hintergrund hat die tpw das Projekt „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ entwickelt, das Osnabrücker Jugendliche, ausgestattet mit altersgemäßen Wünschen und Lebensplänen, mit jungen Menschen zusammenführt, die vor Zuständen geflohen sind, die keinen Raum für Wünsche lassen.

Der Theaterworkshop bietet den Teilnehmenden die Chance, sich auf spielerischer und kreativer Ebene mit der eigenen Identität und Lebenssituation auseinanderzusetzen. Dabei geht es primär um eine Bereicherung der Lebenserfahrung, um das Erleben von Spielfreude und persönlicher Stärken sowie das Kennenlernen neuer Menschen und Kulturen. Ziel ist eine gemeinsame öffentliche Aufführung.

Das Lied „Wenn ich mir was wünschen dürfte“ (Text: Friedrich Holländer) liefert dabei Motivation und Ausgangspunkt der Theaterarbeit, die sich in mehrere Phasen einteilt. Seit Beginn des Schuljahres gab es getrennte Gruppenarbeiten. Während Doerthe Blömer, Studienrätin am Gymnasium „In der Wüste“, mit ihrer Theatergruppe des Wahlpflichtfaches Darstellendes Spiel direkt in die inhaltliche Arbeit einsteigen konnte, musste die Theatergruppe aus Geflüchteten in einem längeren Findungsprozess erst zusammengestellt werden. Mit Unterstützung von OUTLAW konnten acht junge Menschen aus Syrien, Eritrea, Somalia, Kenia und dem Südsudan für das Projekt begeistert werden. Die Theaterarbeit konzentrierte sich auf die Schwerpunke Körperarbeit, Bewegung und Tanz. So konnten Emotionen auch ohne gesprochenen Text ausgedrückt werden. Fortschritte in der theatralen Ausdrucksweise sind für Judith Röser, Theaterpädagogin der tpw, bei jedem Treffen deutlich zu erkennen.
Seit Oktober proben beide Gruppen einmal wöchentlich gemeinsam. Projektleiterin Liane Kirchhoff: „Die Schülerinnen und Schüler und die Geflüchteten harmonieren bei den Übungen sehr gut miteinander. Alle bringen ihre Ideen ein und fühlen sich gleichberechtigt. Sie sind neugierig und trauen sich, Gewohnheiten aufzugeben und neue Spielformen auszuprobieren.“

Aktuell werden die Themen Frieden, Hoffnung, Vertrauen, Krieg und Verlust theatral erarbeitet. Neben szenischen Beiträgen sind Improvisationen und Choreografien geplant. Auch die Vielfalt der Sprachen soll deutlich werden. Gemeinsam mit dem Musiker Michael Schroth wird das titelgebende Lied neu erarbeitet und mit Textzeilen in den Muttersprachen der Teilnehmenden versehen.

Bei den öffentlichen Aufführungen erwartet die ZuschauerInnen eine Reise durch einzelne Themenräume, zu denen sie von Figuren, die Teil der Inszenierung sind, geleitet werden. Die Aufführungen werden an verschiedenen Orten im Gymnasium „In der Wüste“ Kromschröder Straße 33, 49080 Osnabrück stattfinden.

Gefördert und unterstützt wird das Projekt durch den Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V., die Stiftung der Sparkasse Osnabrück, die Bürgerstiftung Osnabrück- und die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte.

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