30 Jahre EMAF: ein Rückblick – Teil 2 und ein Ausblick

emaflogo30. European Media Art Festival www.emaf.de
// Festival: 26. – 30. April 2017
// Ausstellung: 26. April – 21.Mai 2017

// Cinema / Exhibition / Performances / Conference / Media Campus

EMAF Newsletter 16.02.2017

Eine Reflektion über das Medium; innovative visuelle und ästhetische Formen und ein Fokus auf gesamtgesellschaftliche Themen sind für Ralf Sausmikat, Kurator des Film- und Videoprogramms und der Retrospektiven, die wichtigsten Elemente, die ein Film des EMAFs haben sollte.

„Ein guter Film liegt meist im Auge des Betrachters“, sagt Sausmikat, der zurzeit mit seiner insgesamt fünfköpfigen Auswahlkommission die Arbeiten des Film- und Videoprogramms auswählt. „Wir suchen Filme, die Gesellschaft reflektieren, aber auch persönliche Vorgehensweisen und persönliche Geschichten erzählen. Das nicht unbedingt chronologisch, sondern immer in Verbindung von Bild, Ton, Schnitt und den unterschiedlichsten Möglichkeiten der Bildbearbeitung“.

Auf die Frage, welche Filme ihm nach dreißig Jahren EMAF im Kopf geblieben sind, antwortet er spontan: „´Stachoviak!`“ von Philip Gröning, damals Student an der HFF in München. Er erzählt die Geschichte eines in sich zerrissenen Mannes, der letztendlich dadurch zum Amokläufer wird.“ Ralf Sausmikat schätzt die besondere Filmästhetik, die „mit immer sehr, sehr naher Kameraperspektive in Super 8 gefilmt und schließlich auf 16 beziehungsweise 35 mm hochkopiert wurde. Eine Arbeitsweise, die auch Derek Jarman zum Beispiel für ´The Last of England` nutzte.“

Die 451 Galerie in Berlin restauriert gerade den Film „ORG“ von Fernando Birri – unter Verwendung von Material des EMAFs. Die 1992 beim EMAF als multimediale Installation mit Performance und eigens in Osnabrück hergestellten Kostümen aufgeführt wurde, ist ein weiteres persönliches Highlight seiner Rückschau.

PUSH Forward :: AV Salon Prelude
Unter dem Titel „PUSH FORWARD :: AV Salon Prelude“ präsentieren das EMAF und das Institut für Musik Osnabrück gemeinsam den AV Salon Prelude.

Das audiovisuelle Konzert ist ein Vorbote für das bevorstehende EMAF und bringt neue AV-Projekte zusammen: Die Musiker Saturated Mōmen & Gehirnbrand führen mit den visuellen Künstlern Kryshe & Henrik José einen Klang-Bild-Dialog und erschaffen damit – zum ersten Mal in dieser Konstellation – eine einzigartige Konzerterfahrung. Bei diesem Projekt handelt es sich im Wesentlichen um einen handgebauten Miniaturwald, der sich, durch computergesteuerte Lichter, Kameras und Bewegungen in eine realistische Szenerie verwandelt, die sich in Kombination in eine abstrakte und mythische, nordische Miniaturwelt manifestiert.
Umrahmt wird der Abend von einem DJ-Set, bei dem Mario Schoo & David Georgos verborgene und bekannte Tracks fusionieren und die rotierenden Plattenteller zum bewussten Lauschen anregen.

Der Abend beginnt am 18. März 2017 um 20:00 Uhr im Zimmertheater, Lohstraße 45a, 49074 Osnabrück.

 

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  1. 1 30. E M A F | www.osnabrueck-kultur.de

    […] * 30 Jahre Emaf – ein Rückblick Teil 3 // mit Ralf Sausmikat, Filmprogramm / Retrospektive […]




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