EMAF 2017 – das Filmprogramm // news

30. European Media Art Festival // Festival: 26. – 30. April 2017 // Ausstellung: 26. April – 21. Mai 2017 // Cinema / Exhibition / Performances / Conference / Media Campus // www.emaf.de

PUSH | Leben in Zeiten der Hyperinformation

Vom bunten Musikvideo zum strukturellen Experimentalfilm, von klassischer Videokunst zum sorgfältig recherchierten Dokumentarfilm, von der persönlichen Reflektion bis zum gesellschaftlichen Diskurs …

Aus mehr als 2000 eingereichten Filmen hat die vierköpfige Filmkommission rund um Film- und Videokurator Ralf Sausmikat mehr als 130 Filme ausgewählt – darunter sieben Weltpremieren, 21 Europa- und 42 Deutschlandpremieren.
Das diesjährige Festivalmotto „PUSH | Leben in Zeiten der Hyperinformation“ findet sich nicht nur in den drei Filmprogrammen PUSHED, PUSH FORWARD und PUSH BACK wieder, sondern auch immer wieder in allen anderen Programmen. Wie Bewegt-Medien zu Kunst werden, zeigen uns die Filmemacher in unterhaltsamen, manchmal verwirrenden aber immer spannenden Programmen.

In César Vayssiés „UFE (UNFILMEVENEMENT)“ (FR 2016) zum Beispiel geht es um die Radikalisierung einer Theatergruppe, die als Kunstprojekt die gesellschaftliche Rolle von Fernsehen und Politik hinterfragt. Mit der Entführung des TV-Wettermanns radikalisiert sie sich, um den revolutionären Umsturz zu provozieren.
In Julian Radlmaiers „Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“ (DE 2017 Foto aus: „Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“) gesteht ein bürgerlicher Windhund, wie er vom verliebten Filmemacher zum Apfelpflücker, Revolutionsverräter und schließlich zum Vierbeiner wurde. Wir versprechen eine politische Komödie mit magischen Wendungen!
Daniel Kötters „HASHTI Tehran“ (DE 2016) untersucht das Umland Teherans und zeigt dabei Seiten des Irans, die man sonst kaum zu Gesicht bekommt. In vier Episoden hält die Kamera fest, wie sich die Stadt und mit ihr das Land, die Gesellschaft und die Welt verändern.

Extrem schräg ist der erste Langfilm von Madsen Minax „Kairos Dirt & the Errant Vacuum“ (US 2016) – zu sehen in der Reihe „Hasekult“ im Filmtheater Hasetor. Eine Gruppe eigenbrötlerischer Außenseiter  verbindet sich darin durch abstruse sexuelle Traumphantasien mit einer geschlechtslosen Erscheinung aus dem Jenseits. Ein Film, der die menschliche Beziehung zu Medien und Technologie, Erotik und Macht, Zauber und Mythos beschreibt.
„Pawlenski – Der Mensch und die Macht“ (DE 2017 Foto aus: „Pawlenski – Der Mensch und die Macht“) von Irene Langmann erzählt die Geschichte des Aktionskünstlers Pawlenski, der die Tür des KGB in Moskau in Brand setzt – als Fanal gegen die politische Apathie in der russischen Gesellschaft.“Pawlenski – Der Mensch und die Macht“

Die Retrospektive ist dem in diesem Jahr verstorbenen Experimentalfilmer Werner Nekes gewidmet. Als einer der wichtigsten Künstler und Filmemacher der deutschen Nachkriegsavantgarde hat sich Nekes neben seinen Filmen intensiv mit der Frühgeschichte des Films und der visuellen Medien beschäftigt.

Die insgesamt vier Filmprogramme des EMAF Media Campus INIT befassen sich mit realen Themen. Sie laden aber auch dazu ein, in andere Welten abzutauchen und sich in ihnen zu verlieren. Zu sehen sind unter anderem Smartphonesüchtige Maden, eine skurrile Sekte und monumentale Gräber – um nur einige Beispiele zu nennen.
Zur Präsentation und Diskussion ihrer Filme wird zum Festival wieder eine Vielzahl der Autoren aus der ganzen Welt anreisen. Zwei Jurys wählen währenddessen die Arbeiten aus, die am Samstagabend in der Lagerhalle mit einem der drei Preise ausgezeichnet werden.
Die Internationale Jury vergibt den Dialogpreis des Auswärtigen Amtes zur Förderung des interkulturellen Austausches sowie den EMAF-Award für eine richtungsweisende Arbeit in der Medienkunst. Die Jury des Verbands der Deutschen Filmkritik vergibt den EMAF-Medienkunstpreis für einen herausragenden deutschen Film.

Der Eintritt zur Preisverleihung ist wie immer frei, genauso wie der zum „Best of EMAF No. 30“ am Sonntagabend – einem bunten Abend mit den Preisträgerfilmen des EMAF 2017 und einigen Schätzen aus den vergangenen dreißig Jahren des Festivals.

// news

// An Litfaßsäulen, an Stromkästen und in Kneipen in und um Osnabrück leuchtet es in einem knalligen „CMYK: 0/100/50/0“ – das EMAF Festivalmotiv als Plakat, Postkarte oder Programmflyer!! „CMYK: 0/100/50/0“ heißt die Farbe, in der die neuen Grafiker von Cabinet Gold van d´ Vlies aus Bremen das neue visuelle Erscheinungsbild gestaltet haben.

// Tickets gibt es unter +49-(0)541-21658 und ab dem 26. April, 16 Uhr, in der Lagerhalle.

// Führungen durch die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück gibt es während des Festivals vom 27. bis 29. April täglich um 15.00 und um 19.00 Uhr sowie am 30. April um 16.00 Uhr. Vom 2. bis zum 21. Mai bietet das EMAF ebenfalls Führungen an – Termine auch nach Vereinbarung.

 

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