30. E M A F

30. European Media Art Festival  – „PUSH | Leben in Zeiten der Hyperinformation“ // Festival: 26. – 30. April 2017 // Ausstellung: 26. April – 21. Mai 2017 // Cinema / Exhibition / Performances / Conference / Media Campus // * Eröffnung: Mi., 26.4.2017, 19:30h, Kunsthalle Osnabrück www.emaf.de

 

Das EMAF zählt zu den bedeutendsten Foren der internationalen Medienkunst. Als Treffpunkt für Künstler, Kuratoren, Verleiher, Galeristen und Fachpublikum prägt es entscheidend die Thematik, Ästhetik und Zukunft der medialen Kunst. Das Festival bietet einen aktuellen und historischen Überblick mit einem Programm aus Experimentalfilmen, Installationen, Performances, digitalen Formaten und hybriden Formen.

135 Kurz- und Langfilme, mehr als 50 Installationen sowie Vorträge, Musik, Performances und nicht zuletzt die Preisverleihung – das ist nur die Kurzversion des Programms, das das European Media Art Festival 2017 in Osnabrück bietet.

„UFE (UNFILMEVENEMENT)“

2.400 Künstler haben ihre Arbeiten zum Festival eingereicht. Aus 400 von ihnen haben die Kuratoren Hermann Nöring und Franz Reimer die Ausstellung in der Kunsthalle Osnabrück zusammengestellt. Die vierköpfige Kommission rund um Ralf Sausmikat hat die rund 2000 Filme gesichtet und daraus 37 Filmprogramme geschaffen.

Im Mittelpunkt des Festivals steht das Motto „PUSH | Leben in Zeiten der Hyperinformation“. Auch die Konferenz des Festivals beschäftigt sich damit. So spricht die Journalistin Karolin Schwarz über ihr Projekt „hoaxmap.org“, das über Falschmeldungen und Gerüchte in sozialen Medien aufklären will.

Die bewussten Falschmeldungen und die Aufmerksamkeitsökonomie sind auch Thema in der Ausstellung. Wie definiert man Wahrheit oder Echtheit, und wie bildet man sie ab? Das sind Fragen, die zum Beispiel die Arbeit „Touching Reality“ von Thomas Hirschhorn thematisiert. Der Schweizer Künstler hat darin erschreckende Bilder aufbereitet, die die tagtäglichen Kriegsgreuel dieser Welt zeigen und die nach und nach fast unmerklich aus dem digitalen Netz gefiltert und gelöscht wurden.

Die Filmkommission hat ihr Programm in drei Bereiche unterteilt: es geht darin um Gesellschaft und Medien, um das Verhältnis zu anderen und um den Bereich Kunst und Politik. Ein Beispiel für die gesellschaftsverändernde Kraft der Kunst ist der Film „UFE (UNFILMEVENEMENT)“ von César Vayssié. Er erzählt von einer jungen Theatertruppe, die sich radikalisiert, um die gesellschaftliche Rolle von Fernsehen und Politik zu hinterfragen und um mit der Entführung des Wettermanns einen revolutionären Umsturz zu provozieren.

„Touching Reality“

Zur 30. Ausgabe wirft das EMAF auch einen Blick zurück – mit zwei inzwischen historischen Projekten aus dem Programm des Festivals von 1988. Eines davon ist „Van Gogh TV/Ponton“. Benjamin Heidersberger, Mitglied der Künstlergruppe von damals, wird von dem Projekt berichten, das dem Fernsehzuschauer mit Hilfe von neuen Medientechniken – wie zum Beispiel einem Piratensender – die Möglichkeit geben wollte, Programm mit zu gestalten.

„Touching Reality“
Der Media Campus INIT bespielt mit seiner Plattform für junge Talente gleich drei Orte: den Kunstraum hase29, das Gewölbe der Kunsthalle Osnabrück und den Turm Bürgergehorsam. Neben vier eigenen Filmprogrammen bietet die insgesamt 14-köpfige Gruppe unter der Leitung von Jannik Bussmann, Tim Duvendack und Carlos Niermeier einen offspace und eine Open Stage – und damit viel Raum für Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern.

Dass Medienkunst über das Filmische und Skulpturale hinausgeht, das zeigen die Performances, AV-Shows und Konzerte des EMAF. Die Audiovisuelle Performance von Wolfgang Spahn bildet den Auftakt. Eines der Highlights ist die Night Shift am Samstagabend in der OsnabrückHalle, die elektronische Live-Sounds mit Kunst-installationen und DJ Sets zu einer Clubnacht mit Künstlern wie Legowelt, Robert Lippok und Colin Benders vereint.

Das sind nur einige Beispiele für das fünftägige Programm des European Media Art Festivals. Nicht zuletzt gibt es eine weitere Neuerung: Die Filmförderungsanstalt des Bundes hat das EMAF in die Liste der Referenzfestivals für Kurzfilme aufgenommen. Filmemacherinnen und Filmemacher aus Deutschland können damit nun im Fall einer Nominierung oder einer Auszeichnung Punkte für eine Förderung sammeln. „Für Kurzfilmemacher ist das natürlich eine gute Nachricht, die auch uns sehr freut“, sagt Festivalleiter Alfred Rotert. Schließlich zählt das EMAF in diesem Bereich nun zu den zehn wichtigsten Filmfestivals in Deutschland.

Drei Preise werden in diesem Jahr beim EMAF vergeben: der EMAF-Medienkunstpreis der Deutschen Filmkritik, der Dialog-Preis des Auswärtigen Amtes und der mit 3.000 Euro dotierte EMAF-Award.

* Das gesamte Programm

* Filmprogramm / RetrospektiveCinema Timetable

* AusstellungAusstellung Timetable

* KonferenzEmaf Flyer Konferenz.pdf

* Performances / MusikMusik-Performance Timetable

* Interviews mit den Festivalmachern auf vimeo

* 30 Jahre Emaf – ein Rückblick Teil 1 // mit Hermann Nöring, Ausstellung

* 30 Jahre Emaf – ein Rückblick Teil 2 // mit Alfred Rotert, Kongress, Performances

* 30 Jahre Emaf – ein Rückblick Teil 3 // mit Ralf Sausmikat, Filmprogramm / Retrospektive

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