Neuer Rekord beim Unabhängigen FilmFest Osnabrück

Vom 18. bis 22. Oktober steht Osnabrück im Zeichen des internationalen Kinos. Das 32. Unabhängige FilmFest Osnabrück bringt in fünf Kinos über achtzig Filme aus aller Welt zur Aufführung. Filmschaffende werden nach Osnabrück kommen und ihre Arbeiten vorstellen, darunter Sam Voutas, Regisseur des Eröffnungsfilms „King of Peking“, einer liebevollen Hommage an das Kino schlechthin und damit der passende Auftakt. Im Rahmen des Festivals werden Jurys und das Publikum Preise vergeben. Im Interview erläutert Festivalleiterin Julia Scheck (33) die Auswahl des diesjährigen Programms.

Wie kommt das Programm des „Unabhängigen FilmFest Osnabrück“ zustande?

Scheck: In diesem Jahr haben wir einen Rekord bei den Einreichungen verzeichnet. Über 1.100 Filme wurden bei uns eingereicht. Viele weitere Vorschläge kamen durch unsere Festivalbesuche hinzu. Mich freut besonders, dass der Zuwachs an Einreichungen vor allem im Langfilmbereich zu verzeichnen ist.

Werden alle Einreichungen gesichtet?

Scheck: Selbstverständlich. Unsere 22 Mitglieder der sieben Sichtungsgruppen hatten wirklich viel zu tun dieses Jahr. Ich bin jedes Mal beeindruckt, mit welcher Freude, aber auch mit wie viel Durchhaltevermögen die Ehrenamtlichen sich durch das Filmmaterial arbeiten, und das mitten im Sommer. Der größte Teil der Arbeit fällt zwischen Mai und August an – wenn andere Ferien machen.

Im Rahmen des Festivals werden mehrere Filmpreise vergeben. Auch hier muss sicherlich kritisch gesichtet werden?

Scheck: Wir rücken das Thema ‚Frieden‘ in den Vordergrund. Bei uns bildet der Wettbewerb um den Friedensfilmpreis Osnabrück, gestiftet von der Sievert Stiftung für Wissenschaft & Kultur, den Mittelpunkt des Festivals und ist nicht nur schmückendes Beiwerk. Der Filmpreis für Kinderrechte, der vom Fachbereich Kinder, Jugend und Familien der Stadt Osnabrück gestiftet und von einer Jugend-Jury vergeben wird, ist ebenfalls etwas sehr Besonderes. Ich bin immer wieder erstaunt, wie ernst die jungen Jury-Mitglieder ihre Aufgabe nehmen und wirklich spannende Debatten führen. Seit einigen Jahren werden wir bei dieser Jury-Arbeit von terre des hommes Deutschland e. V. unterstützt, sie versorgen uns mit Informationen zum Thema Kinderrechte und stärken die Kompetenzen unserer Jury-Mitglieder zu diesem Thema. Eine spannende Kooperation.

Die feierliche Preisverleihung findet zum Abschluss des Festivals am 22. Oktober um 20:00 Uhr in der Lagerhalle statt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Tickets für die einzelnen Vorstellungen sind in den jeweiligen Kinos erhältlich. Dauerkarten und weitere Informationen unter www.filmfest-osnabrueck.de.

Interview: Harald Keller

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